Bazar in Heimberg. (Korr.) Das Fest ist aus! Ueber Erwarten nahm der seit langer Zeit vorbereitete Musikbazar einen guten Verlauf. Schon das Wetter stellte sich am Samstag und Sonntag ganz prächtig, nachdem in der Nacht Regen und Schnee gefallen war. Erfreulicherweise fanden sich auch viele auswärtige Besucher und Freunde unserer Musikanten ein. Am Samstagabend herrschte im "Rössli" ein Gedränge, wie lange nicht mehr zuvor. Den vielen Gästen wurde aber auch etwas Rechtes geboten. Musikgesellschaft und Männerchor wechselten mit flotten Vorträgen ab. Weiter wartete der Sportklub mit seinem ulkigen Larvenreigen auf. Der Vogel wurde aber erst um die Geisterstunde abgeschossen, als Adolf Schmalz mit seiner originellen Schnitzelbank begann. Wer hätte da nicht mitlachen und mitstampfen mögen! Dass auch dem "Schwung", wie es im Programm hiess, ebenfalls wacker gehuldigt wurde, braucht kaum erwähnt zu werden. Auch am Sonntag lief der Betrieb wie am "Schnüerli". Auf dem Schulhausplatz konzertierte die Musikgesellschaft Uttigen. Der fröhliche Kasperli arbeitete von 11 Uhr bis am Abend an einer Tour. Kaum fand er Zeit, sich in die wärmende und vollbesetzte Kaffeestube zu verkriechen, um wieder Mut zu neuen Moritaten zu fassen. Ganz auffallend wurden wurden die verschiedenen Verkaufsstände bewundert und belagert. Die Ausstellung der Tombolagaben bot eine seltene Augenweide. Sie erleichterte das schwere Amt der Losverkäuferinnen. Am Sonntagabend wurde im "Rössli" tapfer weitergetanzt. "Wer kennt die Völker, nennt die Namen..."! Diesmal teilten sich der Gemischte Chor und die Musikgesellschaft in die Unterhaltung. Besass einer noch einen "fürigen" Batzen, so konnte er einen Abstecher in das vom Künstler Schmalz entsprechend dekorierte Duzistübli unternehmen: "Da git's nüt vo Kumplimänte, allem seit me nume Du."
Mit Genugtuung dürfen wir am Schlusse dieser Zeilen feststellen, dass die Heimberger Frauen, das Bazarkomitee und weitere treue Helfer ihre aufopfernde Arbeit nicht umsonst geleistet haben. Das Unternehmen schliesst voraussichtlich mit einem hübschen Reingewinn ab, womit die Musikanten das finanzielle Gleichgewicht in ihrer Kasse wieder herstellen können.
