Zaghaft und mit unbestimmtem Gefühl schauen wir zum leichtverhängten Himmel empor. Wird Petrus noch immer gegen die Uttiger Musikanten sein? Oder drückt er diesmal ein Auge oder gar beide zu? Dies sind die beiden Fragen, mit denen wir uns vorerst beschäftigen. Nach langem Hin und Her fassen wir den Mut, und beginnen mit dem Aufbau der Bühne… und siehe da, der verhängte Himmel wird zusehends lichter und schon brechen die ersten, warmen Sonnenstrahlen durch eine stets grösser werdende Wolkenlücke. Um 13.00Uhr treten wir uniformiert an und schon erklingen die ersten Töne eines schmissigen Marsches, um die ersten Besucher anzulocken. Kaum sind die ersten Gäste angekommen, beginnt sich auch schon der Himmel wieder zu verdunkeln und ehe wir es für wahr halten können, fallen die ersten Tropfen auf die mehreren Regentaufen unterzogene Uniform. Wir sind hartnäckig; aber Petrus ist es auch. Sonnenschein und Regenschauer wechseln in kurzen Zeitabständen bis gegen Abend, bis Petrus die Geduld ausgeht und die Regenschauer in einen ergiebigen Landregen hinüberwechseln lässt. Nach und nach verlassen uns sogar noch die Wasserratten, so dass zuletzt nur noch die leeren, regendurchnässten Tische und Bänke auf dem Festplatz zurückbleiben. Wir beschliessen, die Chilbi nach dem Nachtessen im Restaurant weiterzuführen, um zu retten, was noch zu retten ist. Aber auch dieser letzte Ausweg, sollte kein Erfolg werden. Wenige Gäste haben sich in die kühlnasse Regennacht getraut, um ihr Scherflein unserer misslungenen Chilbi zu opfern. Von der grossen Tombola konnten wir kaum die Hälfte der Lose verkaufen. Die übrigen Spiele haben infolge Besuchermangel auch nicht viel eingebracht. Mit bangem Herzen müssen wir auf den Rechnungsbericht des Kassiers warten. Hoffen wir, er sei Diplomat genug, uns die kleinen Einnahmen und grossen Ausgaben schonend gegenüberzustellen.