Um 04:15Uhr besammelten wir uns am Samstagmorgen beim Restaurant Säge in zivil. Als das Gepäck und die Instrumente im Car versorgt waren, begann die Reise nach Lugano. Um ca. 08:00Uhr waren wir auf dem Monte Ceneri im Hotel Delle Alpi, wo es Kaffee und Gipfeli gab. Danach mussten wir die Uniform anziehen, ehe es um 09:00Uhr auf die letzte Etappe nach Lugano ins Cornaredo Stadion zum Empfang ging. Anschliessend deponierten wir die Instrumente im Instrumentendepot, ehe es um 11:00Uhr in der Cantina Festa Blue das Mittagessen gab. Um 13:00Uhr holten wir die Instrumente und verschoben uns zur Marschmusikstrecke (Viale S. Franscini) wo wir um 14:40Uhr anzutreten hatten. Wir hatten die beiden Märsche 1. Mein Bolzbach von O. Tschudor und 2. Kameraden von A. Baur einstudiert. Als wir eingestanden waren, wurde uns vom Dirigenten gesagt, dass wir Marsch Nummer 2 spielen müssen, also «Kameraden» von Armin Baur. Nun galt es Ernst. Es kam das Kommando «Richten!» und nun wurden wir von der Jury kontrolliert. Danach erhielten wir das Zeichen zum Abmarsch. Alle gaben sich Mühe, auch ja richtig zu laufen und zu spielen, trotz dem warmen Wetter. Am Ende der Strecke angelangt, hatten die meisten das Gefühl, es sei gut gegangen, umso mehr waren wir auf die Punktzahl gespannt. Es vergingen cirka fünf Minuten, bis aufgerufen wurde: Musikgesellschaft Uttigen erhält 86 Punkte von möglichen 100. Danach verschoben wir uns zum Instrumentendepot und versorgten die Instrumente. Von da gings mit dem Bus zurück zum Car und anschliessend fuhren wir ins Mittelklasseschulhaus nach Canobbio, wo wir unsere Unterkunft bezogen. Danach fuhren wir wieder nach Lugano in die Cantina Festa, wo es um 18:00Uhr das Nachtessen gab. Ab 19:00Uhr hatten wir dann freien Ausgang. Am Sonntagmorgen, um 06:30Uhr, gab es dann Tagwache und um 07:30Uhr gabs das Morgenessen. Um 08:45Uhr verschoben wir uns nach Lugano ins Probelokal, wo die Instrumente noch einmal gestimmt wurden. Um 10:30Uhr hatten wir dann unser Aufgabenstück der 3. Stärkeklasse «Convergents Ouverture» von Franco Cesarini vorzutragen. Dieses Stück lief uns nicht gerade gut, und so waren wir auf die Punkte gespannt, die uns die Jury geben wird. Es kam durch den Lautsprecher «Musikgesellschaft Uttigen erhält 154 Punkte von möglichen 180» und somit war die erste Nervosität gelockert, denn wir waren damit zufrieden. Leider konnten wir uns nicht lange freuen, denn um 11:30Uhr mussten wir schon unser Selbstwahlstürck «Parsenn Ouverture» von A. Benz vortragen. Dieses Stück lief uns von uns aus gesehen gut. Die Jury war aber anderer Meinung; wir erhielten 155 Punkte von möglichen 180, was uns ein wenig enttäuschte. Nun deponierten wir die Instrumente wieder im Instrumentendepot und um 12:30Uhr wurde uns in der Cantina Festa das Mittagessen serviert. Um 13:30Uhr mussten wir wieder aufbrechen ins Stadion Cornaredo, wo der Gesamtchor stattfand. Bei sehr südlichen Temperaturen, ca. 30°C, spielten ca. 12’000 Musikantinnen und Musikanten den Festmarsch Lugano in Festa. Anschliessend an die Rangverkündigung wurde noch die Nationalhymne gespielt, ehe der Gesamtchor zu Ende war. Danach fuhren wir mit dem Car in die Unterkunft und nachher gings ins Restaurant La Verande in Lugano, wo wir gemeinsam das Nachtessen genossen. Jetzt konnten wir festen, und es wurde ein sehr schöner Abend, bis auch in den frühen Morgenstunden sich die Letzten noch etwas Ruhe gönnten. Am Montag, um 08:00Uhr, gab es dann wieder Tagwache und um 08:30Uhr hiess es Abschied nehmen von Lugano. Wir fuhren wieder Richtung Monte Ceneri, wo es dann Kaffee und Gipfeli gab. Um 10:00Uhr fuhren wir weiter Richtung Airolo, dann über den Nufenenpass nach Fiesch ins Restaurant Rustica zu unserem Passivmitglied G. Bohnet, wo uns das Mittagessen serviert wurde (Piccata milanese). Um 15:30Uhr gaben wir dort ein kleines Ständchen, bis wir uns um 16:00Uhr auch schon wieder verabschieden mussten. Wir fuhren dann über den Grimselpass Richtung Meiringen – Brienz – Thun nach Uttigen, wo wir um 20:00Uhr eintrafen. Wir spielten von der Stationsstrasse her zum Restaurant Bahnhof, wo wir von den Dorfvereinen und der Musikgesellschaft Gurzelen herzlich empfangen wurden. Nach dem Ehrentrunk, der von der Gemeinde gespendete wurde, gehört das Eidgenössische Musikfest leider der Vergangenheit an. Ich glaube aber, es wird sicher jedem Beteiligten in sehr guter Erinnerung bleiben.